iPad - digitales Spielzeug oder wertvolles Werkzeug im Außendienst?

05.03.2011 - iPad - digitales Spielzeug oder wertvolles Werkzeug im Außendienst?

Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) mit mehr als 37.000 Außendienstmitarbeitern in Deutschland setzt voll auf iPad Apps für die Produktpräsentation. Im Kundengespräch stört kein trennender Bildschirm mehr. "Die Bedienung ist so einfach, dass auch der Kunde selbst mit dem iPad navigieren kann", sagt Christian Glanz, Mitglied des Vorstands der DVAG im acquisa-Gespräch. So wie die DVAG haben bereits einige Unternehmen Anwendungen zur Produktpräsentation für das iPad entwickeln lassen. Skeptiker sehen die Begeisterung beim Kunden allerdings nur, solange die ersten Außendienstmitarbeiter mit dem neuen iPad Ihre Verkaufsgespräche unterstützen. Nutzt dies jeder, ist der "Wow"-Effekt dahin.

Vor direkten Anbindungen von CRM- oder ERP-Systemen scheuen sich die meisten Unternehmen. Zwar werden Möglichkeiten zur digitalen Auftragserfassung am iPad angeboten, aber die Aufträge werden dann zumeist elektronisch an den Vertriebsinnendienst gesendet und dort weiter verarbeitet. So warnen das Marktforschungsinstitut Gartner und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), dass eine verschlüsselte Datenübertrag via "Virtual Privat Network" (VPN) wie beim Laptopbetrieb üblich wesentlich sicherer ist.

Betrachtet man die Kostenseite so fallen hier pro iPad zwischen € 500,00 - 700,00 an. Das sind vergleichbare Kosten wie bei einem Laptop.

Der Hauptvorteil des iPad liegt in der sofortigen Verfügbarkeit. Es müssen kein Rechner hochgefahren und Anwendungen gestartet werden. Ähnliches erreicht man naütrlich auch mit einem Laptop im Standby-Betrieb. Es gibt zwar Lösungen von SAP, Oracle und anderen für mobile Geräte, aber Ende 2010 nutzten nur ca. 20 % der Unternehmen mobile CRM-Lösungen. Da das iPad über keine Tastatur wie ein Laptop verfügt, müssen CRM-Oberflächen über standardisierte Klickfelder und weniger über freie Texteingaben erfolgen.

Für eine andere Strategie hat sich das Unternehmen Siemens Audiologische Technik entschieden. Hier hat man keine iPad App gebaut, sondern eine Extra-Website, die dann auch vom Laptop oder anderen Tablet-PCs bedienbar ist. Der Haupteinsatz des iPad liegt somit aktuell in der Produktpräsentation im Verkaufsgespräch und der elektronischen Erfassung von Aufträgen.

Quelle: http://www.grutzeck.de/de/Aktuell/ipad-digitales-spielzeug-oder-wertvolles-werkzeug-im-aussendienst.html
Autor: Markus Grutzeck

Tags: Grutzeck-Software-GmbH

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