Vermögensverwalter Thomas Grüner warnt vor Gold-Blase

16.08.2011 - Vermögensverwalter Thomas Grüner warnt vor Gold-Blase

Die allgemeine Gold-Euphorie sollte Anleger nicht zu falschen Schlüssen verleiten. Diese Ansicht vertritt Vermögensverwalter Thomas Grüner (Grüner Fisher Investments) in seiner gestrig erschienen Langfristanalyse zur Performance von Gold- und Silber-Anlagen.

Anleger suchten infolge der Börsencrashs, rekordtiefer Zinsen bei Tages- und Festgeldern und Ängsten vor Kursverlusten von Staatsanleihen verständlicherweise nach Alternativen. Von sich überbietenden Goldpreisprognosen von Analysten und Medienberichten getrieben, flüchteten sie in irrationalem Ausmaß in die aktuell beliebteste Anlageklasse Gold. Silber wird als die "günstigere Alternative" des kleinen Mannes angepriesen. Eine Beimischung von Gold bzw. Silber oder damit verknüpften Wertpapieren müsse jedoch mit Bedacht erfolgen.

Ein weiterer Anstieg der Edelmetallwerte sei zwar nicht auszuschließen. "Die Preise können jedoch sehr plötzlich und extrem nach unten fallen", warnt Grüner und zieht historische Vergleiche:
Der rasante Wertverfall des Ölpreises in 2008 und der Technologieaktien im Jahr 2000 seien warnende Beispiele für Blasenbildungen, die auch dem Gold drohen können. Der Silberpreis stieg seit Jahresanfang bis Ende April 2011 um bis zu 61 Prozent.
Anschließend erfolgte bereits ein jäher Absturz binnen weniger Tage um rund 35 Prozent.

Gold sei zwar seit 2007 enorm im Kurs gestiegen. Aber langfristig gesehen, performt Gold schlechter als Aktien und Anleihen.
"Langfristig betrachtet ist Gold keine gute Anlage", so Grüner. Seit 1973, dem Beginn des freien Goldhandels, betrug der durchschnittliche Jahresertrag 6,4 %. Langfristige Bundesanleihen schnitten mit einem Jahresertrag von 8,0 % besser ab. Globale Aktien liefen in diesem Zeitraum, trotz Finanzkrise, mit einem durchschnittlichen Jahresertrag von 9,3 % am besten. Mehr noch: Auf Gold gebe es keine Zinsen und Dividenden. Die Anlage sei allein von der Preisentwicklung des Edelmetalls abhängig. "Im Zeitraum seit 1973 ist der Goldpreis jedoch zu 85 Prozent gefallen und nur in einem Zeitfenster von 15 Prozent gestiegen." Die Verbraucher warnt Grüner vor zahlreichen Trittbrettfahrern, die jetzt mit kleinen Stückelungen Gold sogar in Automaten vertreiben. Die Aufpreise der kleinen Stückelungen, beispielweise bei Goldautomaten oder Discountern, seien im Vergleich zu Goldbarren an den Finanzmärkten mit bis zu 30 Prozent erheblich.

Die 8 Seiten umfassende Analyse zum Gold- und Silberpreis kann ab sofort unter www.gruener-fisher.de kostenlos angefordert werden.

Autor: Grüner Fisher Investments

Tags: Thomas-Gruener, Gruener-Fisher-Investments, Gold-verkaufen, Edelmetallwerte

zurück


Vorschau auf weitere News-Artikel


phw

18.09.2014 - iOS 8 Download verfügbar

Das neue Betriebssystem iOS 8 für iPhone (ab iPhone 4S frei), iPad und iPod steht bereit und bringt viele neue Funktionen mit. Obwohl sich iOS 8 optisch kaum vom Vorgänger unterscheidet, bietet die Software allerhand neue Funktionen. Schnell wird klar: OS X, iPhone und iPad rücken immer dichter zusammen. Leider hat Apple auch dieses Mal wieder Probleme (...)

phw

11.09.2014 - Google kauft Entwickler eines Hightech-Löffels

Google hat die Firma hinter einem Hightech-Löffel gekauft, der unter anderem Menschen mit Parkinson-Krankheit das Leben erleichtern soll. Der Löffel hat Sensoren, die Tremor-Bewegungen der Hand messen, und gleicht sie mit Hilfe von Motoren weitgehend aus. Das Start-up Lift Labs solle in die Forschungsabteilung Google X integriert werden, kündigte (...)

Quelle: dpa

Copyright © 2003 - 2011, Heiko Jendreck, All rights reserved
http://www.phw-jendreck.de / Heiko Jendreck; Friedrichstrasse 20; 68782 Brühl