Katastrophe in Japan: Folgen für Wirtschaft

13.03.2011 - Katastrophe in Japan: Folgen für Wirtschaft

Ich möchte den Blog Ventil dazu benutzen, um Dampf abzulassen und gleichzeitig über die Folgen der Katastrophe in Japan für die Wirtschaft nachzudenken. Gerade eben erst sprang die japanische Wirtschaft wieder an und Japan kam gerade aus der Krise. Nun die Katastrophe und dem hochverschuldeten Land droht Stillstand, der der ganzen Welt schaden kann.

Die Tokioter Börse soll am Montag sollen trotz der Tsunami- und Atomkatastrophe wie gewohnt arbeiten. Dies erklärte der für die Märkte zuständige Minister Shozaburo Jimi am Sonntag und betonte, die Behörden würden besonders auf Manipulationsversuche achten. Das gelte besonders für das Verbot von Leerverkäufen.
Beobachter gehen davon aus, dass der Nikkei-Index in Folge der Katastrophe unter die 10.000-Punkte-Marke fallen wird. Da die Aktien von Firmen aus allen Branchen unter Verkaufsdruck geraten würden, könne der Nikkei in nächster Zeit unter 9000 Punkte fallen, sagte Masaru Hamasaki von Toyota Asset Management.

Aber nicht nur die Börse kann zusammenbrechen. Ähnlich wie in Deutschland hat die Automobilindustrie in Japan Gewicht: Toyota, Honda und Nissan mischen auf den Weltmärkten weit vorn mit. Daneben halten japanische Unternehmen starke Positionen im Maschinenbau, der Elektronik und in der chemischen Produktion. Und nicht zuletzt gilt das Land für Hightech-Branchen wie die Chipindustrie, die mit Zulieferern in der gesamten Welt zusammenarbeitet, als wichtige Schaltstelle.

Die Ausfälle für die Weltwirtschaft seien derzeit noch nicht zu beziffern, sagten Analysten. Schon jetzt fürchten sie, dass die Wirtschaftsleistung Japans infolge des Bebens nochmals einen leichten Dämpfer erhält. Für das Land wäre das ein herber Rückschlag - ausgerechnet jetzt, da es sich von der globalen Finanzkrise erholt. Die japanische Wirtschaftsleistung war um fünf Prozent eingebrochen, so stark hatte die Krise kein zweites Industrieland getroffen.

Friedrich Schneider, Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Linz sieht auch eine Chance für Japan: "So schlimm diese Katastrophe ist, und niemand wünscht sie und niemand will sie, stellt sie natürlich auch ein gigantisches Konjunkturprogramm für den Wiederaufbau in Japan dar." Eine Chance für andere Länder auf dem japanischen Markt besser Fuß zu fassen, sieht Schneider nur bedingt: "Das ist nur in geringerem Umfang möglich, weil Straßen und Häuser vor allem mit eigenen Kräften gebaut werden. Bei speziellen Produkten wie großen Baggern haben auch europäische Firmen Chancen. Wie der Netto-Saldo aussehen wird, ist jetzt sehr schwer abzuschätzen."

Angela Merkel indes kündigte Überprüfungen der Sicherheitsstandard bei den deutschen Atomkraftwerken an. Wenn in einem derart hoch entwickelten Land wie Japan mit höchsten Sicherheitsstandards ein solcher Unfall passiere, könne "auch Deutschland nicht einfach zur Tagesordnung übergehen". Allerdings sei es zu früh, abschließende Schlussfolgerungen zu ziehen, fügte Merkel mit Blick auf die neu entfachte Debatte um die Laufzeitverlängerung für deutsche Meiler hinzu.

Quelle: sueddeutsche/focus
Autor: Heiko Jendreck

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