Ventil für Zorn der Griechen

04.05.2012 - Ventil für Zorn der Griechen

Früher war das Wählen in Griechenland ziemlich einfach: Blau oder Grün lauteten die Alternativen. Das sind die Parteifarben der konservativen Nea Dimokratia (ND) und der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (Pasok). Seit fast vier Jahrzehnten wechselten sie einander an der Macht ab. Und dann gab es da noch eine dritte Fraktion, die stalinistisch orientierte Kommunistische Partei (KKE), die manchmal bis zu zehn Prozent kam. Sie will aber eigentlich nicht regieren, sondern wartet auf die Revolution.

Das griechische Wahlrecht ist darauf angelegt, für klare Mehrheitsverhältnisse zu sorgen: Die stärkste Partei erhält einen Bonus von 50 Mandaten im 300 Sitze umfassenden Parlament.

Aber diesmal wird die Rechnung nicht aufgehen. Die beiden Traditionsparteien trifft die Wut der Wähler mit voller Wucht. 2004 konnten sie 86 Prozent der Wähler an sich binden, 2009 noch 80 Prozent. In den letzten Umfragen ist ihre Anhängerschaft auf zusammen 35 Prozent geschmolzen. Die konservative ND liegt mit 21 Prozent in den Umfragen vorn. Für eine absolute Mehrheit braucht ND-Chef Antonis Samaras aber gut 37 Prozent. Die Pasok ist von 44 Prozent bei der letzten Wahl in den Umfragen auf magere 14 Prozent geschrumpft.

Die Griechen sind frustriert und zornig. Der strikte Sparkurs der vergangenen zwei Jahre hat die Arbeitslosigkeit auf ein Rekordniveau getrieben. Die Einkommen gingen um ein Viertel zurück.

Von der Krise profitieren radikale Parteien wie die neofaschistische "Goldene Morgenröte" (XA) oder die ultranationalistische Gruppe "Unabhängige Griechen" (AE), die die Finanzprobleme mit deutschen Reparationen für die Nazi-Besatzung im Zweiten Weltkrieg lösen will. Am linken Rand des politischen Spektrums tummeln sich neben den Kommunisten noch mehrere Splitterparteien, von denen mindestens zwei reelle Chancen auf den Einzug ins Parlament haben.

Von den 32 Parteien, die zur Wahl antreten, stehen nur drei hinter dem Spar- und Reformkurs: die sozialistische Pasok, mit Einschränkungen die konservative ND sowie die Demokratische Allianz der früheren Außenministerin Dora Bakoyannis, die jedoch um den Einzug ins nächste Parlament zittert. Die anderen 29 Parteien wollen das Sparprogramm abbrechen, manche propagieren sogar den Austritt Griechenlands aus der EU und die Rückkehr zur Drachme.

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