Mobbing - Ventil für Aggressionen

07.03.2012 - Mobbing - Ventil für Aggressionen

Als Mobbing bezeichnet man eine „absichtliche Schädigung anderer Personen, die wiederholt und über einen längeren Zeitraum innerhalb einer Beziehung ausgeübt wird, die ein Machtungleichgewicht aufweist.“ Der Grund für das Mobbing ist oftmals allein beim Täter zu suchen. Es ist sein Ventil der Aggression, um sich hervorzutun, besonders "cool" zu sein und als unerschrocken zu gelten. Aus diesem Grund werden andere gepeinigt, beleidigt und erniedrigt.

Mobbing schafft Angst, weil es jeden treffen kann, gute und freundliche Menschen, Dicke und Dünne, Kleine und Große, Schöne und Hässliche. Wenn man die Frage stellt: „Warum hast du mitgemacht?", hört man oft: „Weil ich Angst hatte, selbst gemobbt zu werden." Nun beginnt der unschöne Kreislauf. Aus Angst selbst gemobbt zu werden, wird man selber zum Mobber. Das ist auch eine Form der Gewaltprävention.

Die neuste Form des Mobbings ist das Cyber-Mobbing. Als Cyber-Mobbing bezeichnet das Schikanieren anderer Menschen mithilfe elektronischer Kommunikationsmittel wie Internet, Chatrooms, Instant Messaging oder auch Mobiltelefon. Neue Plattformen wie Facebook oder Google+ vereinfachen es dem Mobber. Er fühlt sich in seiner Anonymität sicher. Anders als bei einer direkten Auseinandersetzung, passiert ihm nichts, wenn er zuschlägt. Würde sein Opfer direkt vor ihm stehen, so müsste er damit rechnen, einen Gegenschlag einstecken zu müssen. Im Internet allerdings neigt der Mobber zudem zu Übertreibungen und lernt dabei, dass er selbst keine Angst zu haben braucht. Sollte ihn nun eine Gruppe (Gruppenzwang) zusätzlich ermutigen, dann kennt das Mobbing keine Grenzen. Wie es dem Opfer dabei ergeht, ist den Mobbern meist egal, denn es steht ja nicht unmittelbar vor ihm und so muss er nicht mit zusehen, wie sein Opfer leidet.

Mögliche Folgen von Mobbing und Cyber-Mobbing

Mobbing-Opfer geben oft nicht zu, wenn sie auf Situationen oder Verhaltensweisen angesprochen werden, dass sie Probleme haben und spielen Konflikte herunter. Gesundheitliche und psychische Probleme, wie beispielsweise Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Schlafprobleme, Ängste oder eine bedrückte Stimmung bis hin zur Depression und Selbstmordgedanken, sind häufige Folgen. Man erkennt die meist an kleinen Änderungen von Verhaltensweisen. Eine ungewohnte Verschlossenheit, ein Leistungsabfall in der Schule oder die Flucht in Online-Spiele und Fantasiewelten können erste Anzeichen für Konflikte und Cyber-Mobbing sein.

Was sind Präventivmaßnahmen und was kann man tun, wenn man bereits gemobbt wird?

Zunächst stellt ein sicheres Auftreten einen soliden Grundschutz dar. Am besten lernt man Selbstbehauptung in einem Verein zur Selbstverteidigung, beispielsweise in einer Kampfsportschule. Die Sicherheit sich behaupten und zur Wehr setzen zu können, reicht völlig aus, um im Ernstfall auch unvorbereitet agieren zu können. Man lernt die eigenen Körperwaffen, mithilfe von einfachen Konzepten und Techniken, anzuwenden. Sowohl die eigenen Stärken, als auch die Schwächen, werden bewusster wahrgenommen. Dadurch wird die eigene Körperhaltung in der Weise optimiert werden, dass man für sein Umfeld und natürlich auch für den potentiellen Täter, nicht das perfekte Opfer darstellt. Selbstsicherheit und die Fähigkeit, sich in schwierigen oder gar gefährlichen Situationen gegen andere zu behaupten und zu verteidigen, kann erlernt werden.

Beim Cyber-Mobber sieht es etwas anders aus. Hier kann man den Angreifen beispielsweise sperren lassen: Viele Anbieter und Websites bieten die Möglichkeit an, jemanden, der sich inakzeptabel verhält, zu sperren oder zu melden. Beleidigenden Nachrichten sollten zunächst ignoriert werden, denn der Cyber-Mobber möchte mit seinen Nachrichten eine Reaktion hervorrufen, durch die er sich bestätigt fühlt. Ignoriert man die Provokationen bleibt für ihn die Bestätigung aus. Allerdings sollte man möglichst viele Beweise sammeln, beispielsweise E-Mails, Chatprotokolle und SMS aufbewahren und Websites als Screenshots abspeichern, um die Täter anzeigen zu können. Sollte das Mobbing nicht ausbleiben, so ist es ratsam die Polizei zu informieren und den oder die Täter anzuzeigen: Die Polizei kann die Täter schnell ausfindig machen. Letztlich kann man zudem noch den Netzwerkanbieter kontaktieren, denn bei vielen Netzwerkanbietern besteht die Möglichkeit beleidigende, unseriöse oder anderweitig auffällige Seiten, Profile oder Darstellungen zu melden und so ihre Löschung zu beantragen.

zurück


Vorschau auf weitere Ventil-Artikel


18.06.2013 - FullMetalSEO2013 und das magische Ventil

Im heutigen Beitrag »FullMetalSEO2013 und das magische Ventil« geht es um Linkflussgeneratoren sowie um magische Leitwege. Seologie kann oftmals zauberhaft sein, aber auch den Optimierer an seinen Fähigkeiten verzweifeln lassen. FullMetalHeiko wird heute ein ganz besonderes Link-Ablass-Ventil präsentieren und zwar eine Sub-Domain. Als Beispiel (...)

Bereich: Ventil


13.06.2013 - FullMetalSEO2013

Die höchst angespannte Lage beim SEO Contest FullMetalSEO2013 spitzt sich weiterhin zu. Man kann überall die Tastaturen klimpern hören. Das SEO Labor ist mal wieder mittendrin und steht an Platz 10, wenn man nach FullMetalSEO2013 sucht. Sogar das Ventil musste in den SEO Contest involviert werden. Mit atemberaubenden Bildern aus der Hochwasserregion (...)

Bereich: Ventil


16.05.2013 - Das Ventil FullMetalSEO2013 - Wilde Flamme - Geschichten bleiben Geschichten

Nacht dem Erfolgs-Hit 1000 Meilen, 1000 Worte bringt Wilde Flamme als Ventil die neue Single Geschichten bleiben Geschichten. Ab dem 21. Juni 2013 wird die Single bei Amazon erhältlich sein. Video: Wilde Flamme - Geschichten bleiben Geschichten Was im Jahr 2012 als spontanes Projekt einiger namhafter Künstler begann, sollte den Kindern des (...)

Bereich: Ventil


Copyright © 2003 - 2011, Heiko Jendreck, All rights reserved
http://www.phw-jendreck.de / Heiko Jendreck; Friedrichstrasse 20; 68782 Brühl